Revolutionierungen aller Art

In der Probebühne wird am Samstag aus dem Nähkästchen erzählt, ohne viel Zeit zu überlegen, was überraschende Diskussionen auslöst: Haben Zahlen Farben und Farben eine Form? Was können wir als Autoren von Rhetorikern lernen? Kann man einen Berg mit einem Spachtel abtragen?
Die Lesung ist vorbei, die Preisträger*innen können sich auf ihre Workshops konzentrieren: Erzählen ohne zu schreiben, Dramaworkshops, Werkstattgespräche und Poesie als Revolution.
Literarische Grenzgebiete werden erforscht: Warum kann Lyrik nicht mit Kreide auf der Straße stehen oder an einem Briefkasten? Wie nah kommt ein Computer Thomas Mann? Was erhofft sich die Gesellschaft von uns? Und wie beginnt man an einem Theaterstück zu arbeiten?
„Vielleicht hab ich zu wenig Rasen gemäht“, sagt eine Preisträgerin nachdenklich, „wir brauchen viel mehr Humor“ eine andere. Beim literarischen Finale am Sonntagabend werden brandneue Texte aus den Workshops gelesen und Bilder der Poetisierung umliegender Straßen gezeigt: „Hier ist Geschichte, wo bist du?“